Heute kurz vor dem Einschölafen fing mein Sohn an, rückwärts zu zählen:

10-9-8-7-6-5-4-3-2- Eins-Keins-Meins

Vor der Eins kommt Keins.

Und vor dem Keins das Meins.

Hmmm, darüber will ich nachsinnen…

Bevor, die (Zahlen-) Schöpfungen ins Leben kommen können. braucht es Meins, meinen Willen, meine Idee, was werden soll, was entstehen will.
Und in diesem Sinne verstehe ich unter “Meins” nicht den Willen meiner Persönlichkeit, sondern das, was durch mich hindurch strömen will. Das, was vor der Eins und dem Keins die Wirkkraft aller Dinge ist. Das göttliche Prinzip, die göttliche Intelligenz, den Urgrund allen Seins.
Spannend!
Walsch beschreibt genau das. Wie schön, dass ich eines seiner Bücher genau einen Tag nach diesem Beitrag im Briefkasten hatte.

Mir fiel ein, was Laotse dazu schreibt und ich in meiner Qigong-Ausbildung kennengelernt habe:

“Das Dao erzeugt die Eins.
Die Eins erzeugt die Zwei.
Die Zwei erzeugt die Drei.
Die Drei erzeugt alle Dinge.
Alle Dinge haben im Rücken das Dunkle und
streben nach Licht,
und die strömende Kraft gibt ihnen Harmonie.”

Kurze Erklärung dazu:
Das Dao bezeichnet den unbeschreibbaren Urgrund allen Seins, den Sinn oder Weg.
Das Dao erzeugt Taiji, das Allerhöchste Wirkprinzip, die Eins.
Daraus enstethen Yin und Yang, die Zwei.
Daraus ensteht Qi (die Lebensenergie), die Drei
und Qi erzeugt alle Dinge.