Seit zwei Tagen bin ich im engeren Kontakt mit unserer Nachbarin, weil ich ihre Kühe und Pferde betreuen werde, wenn sie in den Urlaub fährt.
Da gibt es viel zu lernen und es erdet auch sehr. Pferde- und Kuhdung aufsammeln, Wasser und Futter bereit stellen, den Platz sauber halten.
Und das Schwerste für mich noch: eine innere und äußere Haltung einzunehmen: “Ich bin hier das Leit-Tier”. Wenn so eine Riesenkuh vor mir steht ist das echt eine Herausforderung!
Ich bin bereit für diese Erfahrung und freue mich.
Sie gestaltet ihr Leben so ganz anders als ich das Meine und ich bewundere ihre Facette des Da-Seins.

Bei ihr in der Küche wurde ich gestern auf folgenden Text aufmerksam (ohne Autorenangabe). Er hat mich berührt, ich schrieb ihn mir ab und im Laufe des Tages hörte ich diese Worte fast genauso noch einmal in einem Interview mit Katharina Pommer. Schön. Dieser Fluss. Diese Hinweise und Zeichen unserer Seele.

Nun der Text:

“Merk es Dir!

Schreib in den Sand, die Dich betrüben.
Vergiss sie und schlaf darüber ein.
Denn was Du in den Sand geschrieben,
das wird schon morgen nicht mehr sein.

Schreib in den Fels, was Du erfahren,
an Freude, Seligkeit und Glück.
Denn dieser Felsen, nach langen Jahren,
gibt Dir die Inschrift noch zurück.

Schreib in Dein Herz all Deine Lieben,
von Nord und Süd und Ost und West.
Denn was Du in Dein Herz geschrieben,
das hält für alle Zeiten fest.”

Danke dafür!

So kann ich mich jederzeit fragen:

Was wil ich in den Sand, den Fels oder mein Herz schreiben?!

Wo haben die Dinge, Menschen, Ereignisse ihren Platz?

Ich kann selbstbestimmt und verantwortlich handeln und ihnen bestimmt, eindeutig, klar und liebevoll ihren Platz zuweisen.
(so wie der Kuh, die Blondie heißt)smiley

Von Herzen einen schönen Frühlingsbeginn wünsche ich allen!
Ramona Yasin